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Eine wahre Schatzkiste: die Uffizien beherbergen eine unbezahlbare Sammlung Italienischer Renaissance Kunstwerke. Bild: John Kellerman/Alarmy
Kunst & KulturWeitere Anregungen

So machen Sie das Beste aus Ihrem Besuch in den Uffizien

Von Adrian Mourby

Adrian Mourby Warum sind die Uffizien eines der wichtigsten Museen in Florenz?

Es gibt hier eine der größten Renaissance Sammlungen der Welt, mit Werken von Michelangelo, da Vinci und Botticelli. Geschaffen wurde die Sammlung von der wohlhabenden Medici Familie.

Der achteckige Tribuna Raum ist ein Kunstwerk für sich. Bild: B O’Kane/ Alarmy

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Im Herbst und Winter. Im Winter (besonders kurz vor Weihnachten) herrscht eine geradezu magische Stille, vor allem im Vergleich zum Sommer, wenn sich lange Schlangen bilden und die Flure von lauten Schulklassen bevölkert werden.

In der Hochsaison beginnen die Preise bei 20€, aber in der Nebensaison im Winter kann man eine vollwertige Karte schon für 12€ erwerben.

Welche Ausstellungsstücke sollte man in den Uffizien auf jeden Fall sehen?

Sandro Botticellis Mythologie-inspirierte Meisterwerke Primavera und Die Geburt der Venus sind wohl fast jedem bekannt, aber er hat auch viele christliche Werke geschaffen. 12 davon werden im Obergeschoss in der Räumen 10-14 ausgestellt. Das delikate Doppelportrait des Herzogspaares von Urbino von Piero della Francesca wird in Raum 8 ausgestellt, in der Gesellschaft von Filippo Lippis Madonna mit Kind und zwei Engeln. Michelangelos Doni Tondo (Heilige Familie mit dem Jesuskind) wurde vor kurzem restauriert und besticht in Raum 35 mit seiner brillanten Farbgebung. In Raum 45 werden verschiedene, von den Medici gesammelte, Werke flämischer Künstler ausgestellt, unter anderem von Albrecht Dürer, Lucas Cranach und Hans Holbein. Die meisten Besucher beginnen im zweiten Stock und arbeiten sich dann nach unten durch. Im ersten Stock sollten Sie auf Caravaggios Kopf der Medusa auf einem Holzschild (Raum 90), Rembrandts Selbstportrait und Canalettos Venedig achten (die letzten beiden werden zwischen verschiedenen Räumen hin und her bewegt).

Medusa’s Schrei lässt das Blut gefrieren – hier dargestellt von Caravaggio. Bild: Azoor/Alarmy

Was für Geheimtipps gibt es zu sehen?

Halten Sie ein Auge auf die Decken. Sie sind von sogenannten soffitti (Deckenmalereien) überzogen, die von vielen Besuchern übersehen werden. Im zweiten Stock stellen die soffitti Persönlichkeiten des europäischen Adels dar, zum Beispiel Henry VIII, Anne Boleyn und Maria Stuart. Amüsant ist auch die Statue einer Nereide auf dem Rücken eines Seepferds aus dem 16. Jahrhundert, kreiert von jemandem, der ganz offensichtlich nicht sicher war, wie eine Kreatur die halb-Pferd, halb-Fisch ist, beschaffen ist. Im Erdgeschoss liegt die Aula Magliabechiana, welche temporäre Ausstellungen beherbergt, die ungewöhnliche Einblicke in das Schaffen großer Künstler bieten. Der Eintritt ist in Ihrem Ticket enthalten, also statten Sie dem ganzen einfach vor dem Verlassen des Museums einen Besuch ab.

Braucht man eine Führung?

Eine Führung kann wertvolle Hinweise dazu geben, welche Räume zu überspringen sind, um vor allen anderen Besuchern zu den besten Ausstellungsstücken zu gelangen. Um etwas Geld zu sparen, kann man das, zugegeben sehr schwere, Handbuch online für 29€ erwerben und so im Voraus entscheiden, welche Werke man sehen möchte und anhand der enthaltenen Karte den Besuch planen.

Verpassen Sie nicht die beeindruckenden Deckengemälde. Bild: Shutterstock

Gibt es ein Café?

Ja, in der Nähe des Raumes 45, im zweiten Stock. Es ist einen Besuch wert, da es über dem Dach der Loggia die Lanzi gebaut wurde, und einen großartigen Blick auf den Palazzo della Signoria bietet.

Kann man das Museum für umsonst besuchen?

Ja, jeden ersten Sonntag von Oktober bis März, sowie zu besonderen Anlässen ist der Eintritt frei. Details finden Sie auf der Website des Museums. Die Uffizien öffnen um 8:15 Uhr, seien Sie also frühzeitig vor Ort. Achtung – das Museum ist montags geschlossen. Sie können auch im Voraus ein Ticket für einen bestimmten Zeitraum buchen, um das Anstehen zu vermeiden. Die Kosten betragen im Winter 20,75€, im Sommer 24€.

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Adrian Mourby

Adrian Mourby arbeitet als Autor und selbstständiger Journalist, zudem bietet er Opernführungen in Italien an. Er hat verschiedene Preise für seine Arbeit mit der BBC gewonnen und 2007 wurde ihm der Puccini Preis für seinen Beitrag zum Puccini Stipendium verliehen. Er hat auch selber an verschiedenen Opern mitgearbeitet, zum Beispiel in Großbritannien, Skandinavien, der Schweiz, Österreich und Australien. Er schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften wie das Sunday Times Travel Magazine über das Reisen und hat bisher sieben Bücher veröffentlicht, darunter Rooms of One's Own und Rooms with a View (beide bei Icon Press, 2018)

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